Samstag, 8. Oktober 2011

Morgen ist es soweit


In den letzten Tagen hatten wir Zeit uns auf der Insel einzuleben. Wir sind es eher gemütlich angegangen, und haben keine belastenden 12stündigen Inselrundfahrten und sonstige längeren Ausflüge unternommen, sondern versucht uns gut auf den Bewerb vorzubereiten. Trotzdem blieb natürlich Zeit zB. ein paar Meilen den Alii Drive hinauszufahren und dort zu schnorcheln und die grünen Seaturtles zu beobachten. Ich hatte sogar das Glück ein paar Meter mit einer mitschwimmen zu können. Das war ein tolles Gefühl! Die chillen so schwerelos durchs Meer, und sollen außerdem auch Glück bringen. Mit einer kleinen Unterwasserkamera gelang es uns sogar diese im Bild festzuhalten. Leider ist es hier ziemlich mühsam, die Gigabites durch die Leitung zu stopfen, daher vorab nur wenige Bilder.

Nationenparade
Die Formalitäten betreffend Registrierung, einchecken usw. laufen hier auch viel genauer ab, als wir es bisher gewohnt waren. Bei der Registrierung muss man mindestens 5 DIN A4 Seiten für alle möglichen Eventualitäten unterschreiben und bekommt eine eigene Person zugeteilt, die alles mit einem durchgeht. Für den Check-In bekommt jeder Athlet ebenfalls einen Begleiter, der ihn mit seinem Rad zum Standplatz begleitet, ihm die Wege in der Wechselzone erklärt, und zeigt wo die Lauf- und Bikesäcke aufgehängt werden. Ohne Begleitung gibt es überhaupt keinen Zutritt zur Wechselzone.

Die Anspannung ist mittlerweile bereits sehr groß. Wettermäßig sollte es morgen, zumindest direkt in Kona, vielleicht nicht ganz so heiß werden, dafür ist Wind mit Böen bis zu 70 km/h angesagt. Wir hoffen, dass sich das Meer bis morgen auch noch ein bisschen beruhigt. Bitte drückt uns die Daumen. So long - hang loose!

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Es wird hart ...

Die erste Radausfahrt auf der Ironmanstrecke von Hawi zurück nach Kona hat uns gezeigt, dass der Bewerb nicht so schlimm werden wird, wie wir uns das vorgestellt haben. - Es wird viiiieeeel schlimmer! Die Sonne knallt dir mit Temperaturen von 39 Grad (minimum 33 Grad) auf den Körper, böiger Wind von allen Seiten der einen fast vom Rad wirft, und ein Fahren am Aerolenker für mich häufig nicht zugelassen hat, und eine wellige Strecke, die auch nicht ganz einfach ist, obwohl der Teil von Hawi zurück, der einfachere ist. Zudem wird der Wind am Vormittag immer stärker, und wir sind eigentlich noch relativ früh unterwegs gewesen.

Schwimmstrecke bei den Bojen
Gestern Vormittag beim Schwimmtraining dann erstmals ein Wellengang, der auch nicht mehr ganz angenehm war. Obwohl ich nicht mal die Hälfte der Strecke hinausgeschwommen bin, war ich froh, als ich wieder aus dem Wasser war. Wellen ließen die Mitschwimmer und Bojen immer wieder verschwinden, und sobald ich aufhörte zu schwimmen, mich in die Vertikale begab um mich zu orientieren, wurde mir sowas von schlecht, also immer brav Tempo machen - soll im Bewerb ja ohnehin der Fall sein. Hans hat dafür im Meerwasser eine neue Leidenschaft gefunden, und kommt mit dem Wellengang ganz gut zurecht.


Den Höhepunkt des gestrigen Tages bildete eine Ausfahrt mit der "Body Glove". Diese hätte ein Traum werden sollen, mit Delphinschauen (wir konnten tatsächlich welche filmen), Schnorcheln, herrlicher Landschaft usw. - und war es für die meisten anderen auch. Nur mir ist von der 3 Stunden Ausfahrt 2:50 Stunden sowas von schlecht gewesen, dass ich ausschließlich damit beschäftigt war den Kreislauf aufrecht zu halten, den Horizont zu fixieren und in Intervallen ... naja ihr wisst schon... Jedenfalls war der schönste Teil der Ausfahrt, als ich wieder vom Boot stieg und festen Boden unter den Füßen hatte. Seither wird mir bereits unwohl, wenn ich die Brandung vor unserem Hotel höre, und die ist heute noch ein Stück stärker geworden. :)

Verkühlungstechnisch schauts auch nicht sehr rosig aus. Bronchitis und Schnupfen gestern kurzzeitig etwas besser, heute morgen wieder ein kleiner Rückschlag, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es doch noch klappt. Wenn man nicht fit ist, braucht man hier nämlich nicht an den Start gehen.
So long, hang loose!

Sonntag, 2. Oktober 2011

Die ersten Tage in Hawaii

Nach fast 30 Stunden Reisezeit von zu Hause bis ins Kona by the Sea am Alii Drive sind wir müde aber begeistert von der Insel in unsere Betten gefallen. Obwohl es bei unserer Ankunft Nacht war, bekam man gleich den Spirit der Insel zu spüren. Unser Quartier ist riesig, ich glaube größer als unsere Wohnung zu Hause. Vom Geschirrspüler über Mikrowelle, Waschmaschine, Toaster, Kaffeemaschine usw. alles vorhanden was man so braucht. Dazu einen riesigen Balkon mit Ausblick zum Meer, wo man die völlig kitschigen Sonnenuntergänge mitverfolgen kann.

Nach nur vier Stunden Schlaf ging es zunächst zu einem ausgiebigen Frühstück ins Lava Java und zum Einkaufen einiger Basics, die man so während einem Aufenthalt hier braucht. Anschließend fuhren wir zum Kealakekua Bay, wo wir unsere erste Schwimmeinheit im Meer absolvierten. Wir schwammen 1,6 km zum Captain Cook Monument hinüber, welches nur auf dem Wasserweg erreichbar ist, und wieder zurück. Wir sahen viele bunte kleine Nemos, Seeigel, Krebse sowie Algenschwärme, die uns mit kleinen Brennern auf der Haut willkommen hießen. Schwimmtechnisch ging es ziemlich zäh, und man hatte den Eindruck, das Monument entferne sich während dem Schwimmen von einem weg. Das Salzwasser verursachte zudem nach einiger Zeit ein Brennen auf den Lippen, im Hals und in der Nase. Bei der Heimfahrt mit dem Bus, wo es auf Grund der geöffneten Fenster wahnsinnig gezogen hat, habe ich mir auch prompt Halsschmerzen eingehandelt. Die Klimaanlagen in den Einkaufsmärkten hier sind ebenfalls ein Problem. Ich kann nur hoffen, dass sich das bald legt, und die Meerluft eine schnelle Heilung bewirkt. Bis dahin habe ich jetzt immer ein Halstuch und eine Kopfbedeckung dabei, auch wenns noch so warm ist. Am Nachmittag fielen wir dann nach dem Zusammenbau der Räder - ohne Abendessen - in einen komatösen Schlaf, aus dem wir erst heute morgen wieder erwacht sind.

Heute Vormittag war dann das erste kurze Schwimmtraining am Pier in Kona angesagt. Hier trifft sich am Morgen die ganze Weltelite der Triathleten zum Schwimmen und man kann viele bekannte Leute entdecken, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt. Bin zB. direkt neben Natascha Badmann aus der Schweiz, einer meiner Lieblingstriathletinnen, ins Wasser gestiegen. Umso deprimierender ist es natürlich, wenn man neben solchen Leuten schwimmt. Das ist eine andere Welt. The same auf dem Alii Drive vor unserem Hotel. Hier ist der Laufsteg für die Triathlonelite. Das durchschnittliche Trainingstempo der Athleten hier lässt einen vor Erfurcht erschauern. Da läuft Marino Vanhoenacker vorbei, dann Timo Bracht usw. 

Morgen steht eine längere Ausfahrt auf der Ironmanstrecke bevor, wo wir uns die Bedingungen näher ansehen möchten. So long - hang loose!

Dienstag, 27. September 2011

Links zum Ironman Hawaii am 8. Oktober 2011

Am kommenden Donnerstag machen wir uns auf den langen Weg nach Kailua Kona und werden, sofern das Internet dort funktioniert, laufend hier berichten und soweit möglich Fotos ins Webalbum stellen.

Nachdem wir öfter gefragt wurden, ob man den Ironman Hawaii im Fernsehen oder Internet mitverfolgen kann, möchten wir euch hier die Links bzw. Infos zur Verfügung stellen, und hoffen ihr sendet uns viele positive Gedanken während dem Rennen. :)

Der Hessische Rundfunk macht seinem Ruf als DER Ironman Fernsehsender alle Ehre und überträgt auch heuer wieder LIVE von der Ironman Weltmeisterschaft. Für alle die unter Schlafstörungen leiden, erfolgt der Liveeinstieg in den Bewerb am Sonntag, 9. Oktober 2011 um 0:50. Bis 4:30 heißt es dann mitfiebern und Daumen drücken! Wer keinen SAT-Empfang hat, kann auf der Homepage den Livestream mitverfolgen.

Im Internet gibt es die Möglichkeit den Bewerb unter Ironman Live (leider nicht in deutsch) als Liveblog bzw. -video mitzuverfolgen. Die Übertragung beginnt kurz vor dem Bewerb, am Samstag, 8. Oktober 19 Uhr (Profistart 30 Minuten früher). In Kona ist es durch den 12 stündigen Zeitunterschied dann Samstag, 7 Uhr morgens.

Auf Ironman Live könnt ihr auch rechts oben im Suchfeld (Athlete Search: Enter bib or last name) unsere Startnummern (459 für Hans oder 829 für mich) eingeben oder auch nur auf die Lupe drücken, und ihr gelangt auf die Track an Athlete Seite wo man nach verschiedensten Kriterien filtern kann (Männer und Frauen, Altersklassen, Nationalität, Startnummer, Nachnamen ...) und so durch aktualisieren immer die aktuellen Infos kriegt, welche Streckenabschnitte wir mit welcher Platzierung bereits hinter uns gebracht haben. Da die Amis mit dem "ü" und "ß" in unserem Nachnamen gröbere Probleme haben, ist dieser nicht so gut als Suchbegriff geeignet.
Beim sonntäglichen Frühstück lässt sich auf diese Weise, wenn ihr nicht zu früh aufsteht,  schon herausfinden, ob wir tatsächlich das Ziel gesehen haben.

Weiters bringt Servus TV am Dienstag, 11. Oktober um 0:15 (WH: Mittwoch, 12.10. um 15 Uhr) im Fernsehen eine 60 minütige Zusammenfassung vom Ironman Hawaii.



Samstag, 17. September 2011

Rottenmanner Altstadtlauf

Heute fand - wie alle zwei Jahre - der Rottenmanner Altstadtlauf statt. Da wir uns gerade in der zweiten sehr umfangreichen Trainingswoche mit >20 Trainingsstunden befanden, war ein Start hier nicht geplant bzw. sinnvoll. Hans konnte sich aber wieder einmal nicht zurück halten, handelte es sich hier doch um einen sehr schönen und bestens organisierten Lauf in unserer Heimatstadt, und allein der Kaiserschmarren nach dem Lauf war Grund genug, hier dabei zu sein.

Während ich also schon in der Früh auf eine lange Radrunde aufbrach, um anschließend die Läufer anfeuern zu können, verkürzte Hans das Radtraining an diesem Tag, um selbst mitzulaufen. Wie bei so kurzen Wettkämpfen üblich, wurde gleich ein hohes Tempo angeschlagen, was uns als Langdistanzspezialisten schon ordentlich weh tun kann. Doch Hans hielt sich überraschend gut, und konnte wieder einmal den Sieg in seiner Altersklasse erlaufen.

Ergebnisse

Donnerstag, 15. September 2011

Saisonabschluss am Sulmsee.

Letztes Wochenende startete ich beim letzten Triathlon für diese Saison. Zusätzlich war es auch mein zweiter Saisonhöhepunkt, nämlich die Steirischen Meisterschaften über die Sprintdistanz am Sulmsee. Ich ging gut vorbereitet und auch mit einem guten Gefühl an den Start.

Das Schwimmen war trotz der großen Anzahl an Startern, ca. 430 Starter und keine Startwellen, halbwegs angenehm. Ich konnte meine Schwimmzeit im Vergleich zum Vorjahr um 1 1/2 Minuten verbessern und das trotz des heurigen Neoverbots.

Danach gings auf Rad. Hier war ich wirklich sehr gespannt, ob das teilweise sehr harte Training die erwünschte Wirkung erzielt hat. Und das hats definitiv. 4 Minuten verbessert im Vergleich zum Vorjahr und das erste Mal auf dem Rad sogar Plätze, in der Frauenwertung, gut gemacht. :)

Und dann das Laufen. Hier habe ich die Erwartungen bewusst nicht sehr hoch gesteckt, da ich ja in den letzten 3 - 4 Monaten kaum harte Einheiten trainieren konnte, sofern das Laufen überhaupt möglich war. Aber auch hier hab ich mich im Vergleich zum Vorjahr um eine Minute gesteigert.

Mit dieser, für mich persönlich, sehr guten Performance konnte ich den 3. Platz bei den Steirischen Meisterschaften in meiner Klasse und den 13. Gesamtrang bei den Frauen erreichen und gehe nun glücklich und zufrieden in eine dreiwöchige Trainingspause, bevor ich im "Trainingsurlaub" auf Hawaii wieder ordentlich Kilometer am Rad herunterspulen werde.

Ich hoffe, dass ich mich in dieser Pause nun endlich von den letzten Auswirkungen dieser hartnäckigen Beinhautentzündung erholen kann, damit ich dann auch das Laufen wieder richtig trainieren kann.

Und als kleine Belohnung für die etwas durchwachsene, aber grundsätzlich zufriedenstellende Saison, habe ich gestern ein Zeitfahrrad (KTM Solus Master) im Bikestore Seiersberg bestellt, wo die Beratung wirklich sehr professionell war und wo auch einiges an Geduld mitgebracht wurde, um meine Preis-, Leistungs- und auch optischen Vorstellungen unter einen Hut zu bringen. Da freut man sich jetzt schon wieder auf den Frühling und auf viele Radeinheiten. :)

Ergebnisse

Sonntag, 4. September 2011

In training for Hawaii :)

Die Zeit vergeht wie im Flug und in gut einem Monat stehen wir - wenn alles klappt - schon an der Startlinie in Kona. Nachdem die vergangene Woche geprägt war von einer hartnäckigen Erkältung, die einige Tage Trainingspause erfordert hat, geht es nun in die letzte "heiße Phase" vor unserem zweiten Saisonhöhepunkt.

Meine Helfer: Hans, Fred und Thomas
Zwei Wochen umfangorientiertes Training stehen noch auf dem Programm, bevor wir nach einer anschließenden Intensitätsphase Richtung Hawaii abheben werden. Lange, ruhige Ausfahrten sind vor allem bei Schönwetter immer ein recht freudvolles Training. Sehr freudvoll, aber ein bissl weniger ruhig, hat sich unsere gestrige Ausfahrt gestaltet, die wir mit Fred und Thomas - unseren Trainingslagerfreunden aus dem Ausseerland - absolviert haben. Wir nahmen die Sölkpassrunde über Triebener Tauern, Oberzeiring, Gellsee, Oberwölz, St. Peter am Kammersberg und Sölkpass unter die Räder.

Auch wenn Thomas meinte, es handle sich um eine einfache Runde, es geht ja die halbe Strecke nur bergab, deckte sich das nicht ganz mit unserem Eindruck. Aber man muss halt auf einiges gefasst sein, wenn man sich unvorsichtigerweise auf eine Trainingsausfahrt mit einem einlässt, der vor einer Woche beim Ötztaler Radmarathon den 23(!). Platz unter mehreren Tausend Teilnehmern belegt hat und dabei 238 km und ca. 5.500 hm in uns unerklärlichen 7:33 Stunden und einem Schnitt von über 31 km/h(!) bewältigt hat.

Da werden wir wohl noch ein paar hundert Kilometer trainieren müssen, bis wir dort sind ... ;))