Donnerstag, 23. Februar 2012

Trainingslager Lanzarote

Lange Zeit war es jetzt sehr ruhig auf unserem Blog, deshalb werd ich euch jetztmal wieder auf den neuesten Stand bringen, zumindest was mich betrifft.

Das Wintertraining lief bis zum Silvesterlauf in Graz wirklich gut. Da hab ich mir leider wieder meine/n Knochenhautentzündung, Muskelentzündung, Muskelfaserriss (wer weiß das schon so genau) zugezogen. Das heißt auf das Lauftraining musste wieder gute 6 Wochen lang verzichtet werden. In dieser Zeit wurde das Training also hauptsächlich ins Wasser und auf die Walze verlegt, was jedoch schon ziemlich an den Nerven gezehrt hat.

Daher kam das TraAngi Stiegler und ichiningslager auf Lanzarote genau richtig. Netterweise haben mich die Greisdorfer Wurzelhupfer an ihrer Trainingsrunde teilnehmen lassen. Die ersten Tage war das Wetter eher kühl, was beim Radfahren allerdings kein Problem war. Ab dem vierten Tag kamen wir dann wirklich in den Genuss des eher subtropischen Klimas, welches mir dann auch prompt den trainingslagertypischen Sonnenbrand am Handrücken bescherte. Wir haben ordentlich Kilometer und Höhenmeter gesammelt und auch der Funfaktor kam nicht zu kurz.

Nach sieben Tagen, am Samstag, gings für mich dann wieder zurück nach Hause, nachdem ich noch ein kurzes Meeting mit meinen Eltern auf Lanzarote hatte. Ich fühlte mich soMirador del Rioweit ganz gut, zwar etwas erschöpft, aber Beine fühlten sich ganz gut an. Daraufhin legte ich am Sonntag eine gemütliche Langlaufeinheit ein (im Nachhinein gesehen offenbar nicht die beste Entscheidung). Bei der Schwimmeinheit am Montag merkte ich dann schon, dass etwas nicht stimmt und am Dienstag ist dann das Fieberthermometer das erste mal seit ca. 10 Jahren wieder zum Einsatz gekommen. Nun steht eine kleine Trainingspause an, bis ich mich wieder erholt habe und in der Zwischenzeit wird eben an der Unifront ein bisschen vorgearbeitet.

Die guten Nachrichten, die mich eigentlich alles andere vergessen lassen, sind die, dass ich im Trainingslager endlich mal wieder schmerzfrei laufen konnte. Zwar keine allzu langen Einheiten, aber eine Besserung ist definitiv in Sicht. :) Somit steht dem Training, nach dem Auskurieren der Grippe, nichts mehr im Weg und ich freu mich schon auf den ersten Wettkampf der heurigen Saison: Die Tage der Wahrheit in Graz.

Sonntag, 12. Februar 2012

Ab in den Süden

Nach zwei Ironman-Jahren mit umfangreichem Training haben Hans und ich beschlossen uns in diesem Jahr wieder hauptsächlich auf die Olympischen Distanz zu konzentrieren, auch wenn unsere Stärken eher auf den längeren Distanzen liegen. Es ist neben Vollzeitjob und allem anderen drumherum schwierig die gesamte Freizeit nur dem Triathlontraining unterzuordnen ohne irgendwann die Freude und Motivation zu verlieren, und noch schwieriger, wenn man das gesteckte Ziel auf das früher alles hinaus lief schon erreicht hat (einmal gemeinsam für Ironman WM auf Hawaii qualifizieren und dort finishen). 

Damit der Spaß am Sport nicht verloren geht, haben wir heuer im Winter den Trainingsumfang das Radfahren und Laufen betreffend doch deutlich zurück geschraubt, etwas weniger reglementiert, und schnallen auch lieber mal die Schier an, um auf den Berg oder auf die Loipe zu gehen, wofür der heurige schneereiche Winter ja bestens geeignet ist.

Streckenteil des Ironman Lanzarote
Trotzdem gibt es auch heuer wieder ein Trainingslager mit den "lustigen, wilden Ausseern", diesmal wieder in Lanzarote, wo es sicher wieder ordentlich zur Sache gehen wird. Während Kerstin, die derzeit trotz ziemlichem Ausbildungsstress noch mehr trainiert als wir,  bereits diese Woche mit einigen Freunden die Insel abradelt, werden wir in der kommenden Semesterferienwoche dort unsere Runden ziehen. Soweit Zeit bleibt und die Infrastruktur dort vorhanden ist, werden wir euch hier davon berichten bzw. wenn möglich Bilder ins Webalbum stellen. 
Und dann hoffen wir halt, dass zu Hause auch bald einmal der Frühling Einkehr hält ...

Sonntag, 1. Januar 2012

Grazer 5 km Silvesterlauf - Kerstin gewinnt Damen-Familienduell

Nachdem wir leider feststellen mussten, dass es zu diesem Jahreswechsel keinen Silvesterlauf in Mautern geben wird, haben wir uns kurzfristig dazu entschlossen, dem Schneefall in der Obersteiermark zu entfliehen und in wärmeren, schneefreien Gefielden an den Start zu gehen. 

In Graz erwarteten uns +5 Grad, Sonne, beste Laufbedingungen und fast 400 Teilnehmer auf der exakt 5 km langen Strecke. Während Hans gleich nach dem Start unseren Blicken entschwand, liefen Kerstin und ich zunächst dicht beieinander. Ich merkte jedoch bald, dass mir das Tempo welches wir angeschlagen hatten deutlich mehr zu schaffen machte als ihr. Als sie nach der ersten Wende bei der Kalvarienbrücke noch einen Tick schneller wurde, musste ich leider abreissen lassen. Am letzten Kilometer verschärfte sie das Tempo nochmals, sodass sie am Ende in unserem familieninternen "Duell" einen deutlichen Vorsprung von 50 Sekunden ins Ziel laufen konnte.

Dort wurde sie zunächst als Gesamtsiegerin des 5 km Laufes begrüßt. Blöderweise stellte sich erst später heraus, dass eine Dame, die sie vor dem Ziel noch (zurück) überholt hatte auf Grund der Nettozeitnehmung vier Sekunden schneller war. Trotzdem zeigte dieser Lauf, dass sie mit dem derzeit laufenden Grundlagentraining auf dem richtigen Weg ist, und man nicht unbedingt immer schnell laufen muss um schneller zu werden.

Auch Hans konnte bereits am Anfang unserer Saisonvorbereitung eine beachtliche Leistung zeigen, und gewann, ebenso wie Kerstin seine Altersklasse mit einem klaren Vorsprung. Ich musste mich leider mit Blech in der W40 zufrieden geben (5. Gesamtplatz).

Ergebnisse

Samstag, 24. Dezember 2011

Schöne Weihnachten!

Ich habe mir vor einigen Jahren - und später noch öfter - den Disney Film "Die Hexe und der Zauberer" angesehen. Darin kommt folgender Dialog vor:



Merlin: "Die Liebe ist eine gewaltige Macht."
Flo: "Größer als die Schwerkraft?" 
Merlin: "Oh ja...auf ihre Art. Ich möchte sagen sie ist die größte Macht auf Erden..."




Ich habe die Filmkassette noch immer, und gerade zum Weihnachtsfest, das ja auch das Fest der (Nächsten)Liebe genannt wird, erinnere ich mich gerne an diese berührende Szene.

In diesem Sinne wünschen wir euch ein liebevolles, friedliches, besinnliches und harmonisches Weihnachtsfest.
Die Grüßer´s

Sonntag, 4. Dezember 2011

Nach dem Bewerb ist vor dem Bewerb

Länger hat es nun hier nichts zu lesen gegeben. Der Grund ist, es ist einfach nichts nennenswertes passiert - "Off Season" eben. Das Training wurde mal ein bisschen zurückgeschraubt, und anderen Dingen mehr Raum gegeben.

Seit kurzem läuft aber schon wieder alles strukturierter ab, und wir tummeln uns derzeit mindestens drei mal die Woche im Hallenbad in Spital am Pyhrn. Dass Kerstin gerade die Schwimminstruktorenausbildung absolviert, ist für uns dabei von großem Nutzen, denn immer wieder bringt sie neue Anregungen mit nach Hause, und hin und wieder wirft sie an den Wochenende auch mal ein - mittlerweile schon sehr gut geschultes - Auge auf unsere "Schwimmkünste" und versorgt uns mit Tipps. Auch sie selbst ist neben ihren Studien in Graz in jeder freien Minute am trainieren, und stattet der "Auster" ebenfalls mehrmals wöchentlich einen Besuch ab.

Siegerehrung Steir. Triathloncup 2011
Letztes Wochenende fand im Rahmen der Generalversammlung des Steirischen Triathlonverbandes in Bruck an der Mur auch die Siegerehrung des Triathloncups 2011 statt, wo Kerstin hinter Romana Slavinec und Angelika Stiegler den dritten Gesamtplatz belegen konnte.

Unser voraussichtlich nächster Bewerb - bei dem wir alle drei am Start stehen werden - ist der 5 km Silvesterlauf in Mautern. Ob ich heuer nochmal den Sieg in der familieninternen Damenwertung davontragen kann? Man darf gespannt sein ...

Auf mehrfachen Wunsch wurde auch wieder ein Wettkampfkalender in unseren Blog integriert, aus dem ersichtlich ist, wo wir voraussichtlich am Start stehen werden, und welche Platzierungen wir schließlich erreicht haben (siehe Menüpunkt Kalender).
 

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Wieder zu Hause

Gestern am späten Nachmittag sind wir sehr müde aber gesund von unserem Hawaii Trip nach Hause gekommen. Die Heimreise war wirklich sehr anstrengend. Die Sitze im Flugzeug sind sehr eng, sodass an Schlaf fast nicht zu denken ist. Die reine Flugzeit hat fast 19 Stunden betragen. Dazu kamen zwischen den 4 Flügen noch die Aufenthalte am Flughafen und dann noch die Transfers zum/vom Flughafen. Kein Wunder, dass wir zu Hause erst mal 12 Stunden durchgeschlafen haben.

Nun heißt es wieder in den gewohnten Rhythmus zu finden. Die letzten Bilder habe ich nun mittlerweile auch schon sortiert und mit Kommentaren versehen ins Webalbum hochgeladen. Wer also Lust hat, einfach mal reinklicken.

Montag, 10. Oktober 2011

You are an Ironman - Es ist vollbracht!

Ich möchte euch hier einen kurzen Bericht von unserem Abenteuer bringen. Ich habe das ganze im wesentlichen aus der Sicht meines Rennverlaufes beschrieben, da man sich leichter tut die eigenen Empfindungen niederzuschreiben, als die eines anderen. Im wesentlichen hat Hans das ganze ähnlich empfunden, und wir sind beide einfach nur glücklich das Ziel gesehen zu haben. :)

Unser Tag begann sehr früh mit der Fahrt nach Kona ins Startgelände. Zunächst gings zum Bodymarking. Das wird hier richtig zelebriert. Jeder bekommt seine Startnummer mit akribischer Genauigkeit auf beide Oberarme gestempelt, und mit Wattestäbchen wird das ganze noch speziell ausgebessert. Anschließend wurden alle Athleten gewogen und in die Wechselzone gebracht. Alles lief hier sehr genau und durch massenhaft vorhandene Helfer kontrolliert ab. 

Um 6:45 - eine Viertelstunde nach dem Profistart - machten wir uns auf den Weg ins Wasser. Das war genau zu dem Zeitpunkt, als auch plötzlich die ersten größeren Wellen am Pier auftrafen. Sah zunächst das Meer noch ruhig aus, wurde es nun immer welliger und meine Angst immer größer. Keine Angst vor dem Wellengang selbst, sondern vor meiner Reise- bzw. Seekrankheit. Genau so kam es dann auch.

Das Schwimmen selbst wäre kein Problem gewesen, wir hatten uns beide sehr gut eingereiht und konnten von Anfang an super schwimmen, und blieben von Schlägereien verschont, ohne einen größeren Umweg machen zu müssen. Nur konnte ich mich leider überhaupt nicht aufs Schwimmen selbst konzentrieren und entsprechend Druck machen, sondern war nur damit beschäftigt meine Übelkeit unter Kotzniveau zu halten und meinen Kreislauf nicht so sehr zu beanspruchen, dass er sich verabschiedet und ich in den Wellen versinke. Das war wirklich, wirklich hart. 40 Minuten habe ich gebraucht bis ich endlich bei dem verd..... Schiff draußen war, von dem ich die meiste Zeit ohnehin nur den Masten gesehen habe, weil auf Grund des Wellenganges sonst meistens nichts zu sehen war, nicht mal die Schwimmer 10m neben mir. Ein Hubschrauber über uns verursachte dann auch noch kleine Kräuselwellen zu den langgezogenen anderen dazu.

Nach 1:26 Stunden wurde ich, ohne eigentlich richtig geschwommen zu sein, mit einer Welle an Land gespült. Das war schon mal eine kleine Enttäuschung, hatte ich mir doch ca. 1:17 ausgerechnet gehabt. Hans kam nahezu zeitgleich mit mir aus dem Wasser, obwohl das Schwimmen ohne Neopren war. Ihm verursachten die Wellen keine Übelkeit, er kam gut damit zurecht, war auch mit der Schwimmzeit sehr zufrieden, und überholte mich gleich zu Beginn der Radstrecke.

Zurück von Hawi
Ich habe sowas wie eine To-Do Liste für mein Leben. Und da steht zB. neben Dachstein besteigen (hab ich schon) auch Hawaii Triathlon finishen drauf. Und eines wusste ich nach dem Schwimmen mit Sicherheit: Hier würde ich nie, nie wieder herkommen und nochmal diesen Schwimmteil machen. Ich MUSSTE also finishen, sonst wird die Liste nie komplett. Auf Grund der Halsschmerzen/Bronchitis, mit der ich Anfang der Woche zu kämpfen hatte, musste ich nach einem Arztbesuch hier in Hawaii noch bis Donnerstag Medikamente (Antibiotika) einnehmen, um überhaupt an einen Start denken zu können. Ich wollte daher nichts riskieren und habe mich entschlossen ein Sicherheitsrennen hinzulegen, und vor allem am Rad nicht zu überzocken. Auch Hans ging es gemütlicher an, und hatte vor allem das Finishen zum Ziel. Jedoch auch wenn man "gemütlicher" fährt, ist der Radpart hier nicht ohne. Hitze und starker, böiger Wind, der umso stärker wird, je später du nach Hawi zum Wendepunkt rauskommst, sowie eine sehr eintönige hügelige Strecke verlangen einem auch mental alles ab.
Zurück in der 2. Wechselzone hieß es sich nochmal ordentlich mit Sonnencreme eincremen und dann hinaus auf den heißen Asphalt der Laufstrecke. Zunächst war die Geschwindigkeit noch ganz okay und auf der ersten Wendeschleife kam mir dann auch Hans bald entgegen, und war noch gut drauf. Auch am Highway konnte ich einige Leute überholen, die offensichtlich am Rad überzockt hatten. Mittlerweile war auch die Temperatur nicht mehr ganz so arg, da sich der Himmel etwas eingetrübt hatte. 


Up Palani Road
Im Natural Energy Lab, dem gefürchtetsten Teil der Laufstrecke, herrschte bei mir nicht mehr die brütende Hitze, mit der die Profis an diesem Tag zu kämpfen hatten, trotzdem wurde mir hier plötzlich ruckartig der Stecker rausgezogen. Bei der Wende dort riefen mir die Voluntiers zu "you´re looking good - go home!" - und schon ging ich auch. Mir wurde schlecht, der Kreislauf war kritisch und ich hatte das Gefühl, dass ich die letzten 12 Kilometer nun doch nicht mehr schaffen würde, auch nicht gehend, obwohl es bis hierher eigentlich ganz gut lief. Ich schloss mich also den übrigen Walkern an - war zum Glück in guter Gesellschaft - und versuchte das ganze System zu stabilisieren, brauchte fast 16 Minuten für eine Meile. Oben angekommen, bekam ich plötzlich den zweiten Atem, und konnte ohne Probleme bis ins Ziel laufen und noch einige (zurück)überholen. Es stimmt also wirklich, man kann bei einem Ironman mehrmals sterben.

Hans konnte mit einer sehr guten Laufzeit mit lediglich kleineren Problemen mit den Oberschenkeln in 11:01 Stunden als 68. in seiner Klasse das Ziel überqueren, und war damit ganz zufrieden.
Ich selber kam mit 12:08 als 40. meiner Klasse ins Ziel, womit ich zwar nicht zufrieden war, aber mehr war insgesamt betrachtet nicht drin. Heute heißt es bereits wieder zusammen packen, und morgen gehts zurück in die Heimat. Es war zwar wunderschön hier, aber wir freuen uns alle auch schon wieder auf zu Hause. Vielleicht geht der Schnee ja nochmal weg, und wir können noch eine Wanderung in den Bergen unternehmen, die haben uns in den letzten Monaten der speziellen Vorbereitung auf Hawaii nämlich schon gefehlt. :)